Korrosion zählt zu den häufigsten und kostenintensivsten Schadensursachen im Metallbau. Sie entsteht durch elektrochemische oder chemische Reaktionen zwischen Metall und Umgebung und kann sowohl sicherheitsrelevante als auch wirtschaftliche Konsequenzen haben.
Die fachgerechte Beurteilung von Korrosionsschäden erfordert ein tiefes Verständnis der Werkstoffe, der Umgebungsbedingungen sowie der Schutzsysteme (z. B. Beschichtungen, kathodischer Schutz, Edelstähle).
Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger besteht die Aufgabe darin,
• den Schadensmechanismus zu identifizieren,
• den Schadensfortschritt und die Restlebensdauer zu bewerten und
• präventive sowie sanierende Maßnahmen vorzuschlagen.
Im klassischen Stahlbau (Hallen, Brücken, Fassaden, Tragwerke) spielt Korrosionsschutz eine zentrale Rolle für die Dauerhaftigkeit und Sicherheit. Häufige Schadensursachen sind Versagen des Korrosionsschutzsystems oder konstruktive Schwachstellen.
Typische Schadensbilder / Ursachen
• Abblätternde Beschichtungen durch schlechte Untergrundvorbereitung
• Rostbildung an ungeschützten Schnittkanten oder Überlappungen
• Galvanische Korrosion bei Kombination unterschiedlicher Metalle
• Witterungsbedingte Korrosion in Kondenswasserzonen
Bewertungs- und Lösungsansätze
• Analyse: Sichtprüfung, Schichtdickenmessung, Haftzugprüfung, Laboranalyse von Rostprodukten
• Bewertung: Schadensklasse nach DIN EN ISO 4628, Zuordnung der Expositionskategorie nach DIN EN ISO 12944
• Lösung: Sanierung durch Beschichtungsersatz, konstruktive Verbesserungen (Wasserabfluss, Belüftung),
• Gutachterliche Bewertung: Schadensbewertung im Hinblick auf statische Relevanz und Restnutzungsdauer